Lebensversicherung in Gefahr...
Montag, 14. November 2011

Den Versicherern macht die Euro-Krise zunehmend zu schaffen.
Europas größter Versicherungs-Konzern, die Allianz verdiente im dritten Quartal 258 Millionen Euro weniger – ein Minus von 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum!
Die immense Wucht die die Allianz erwischt hat überrascht sogar die Analysten.
Die Gründe für den hohen Verlust sind laut Allianz ein höherer Steuersatz und Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen.
Die Allianz hat, Sage und schreibe, 413,5 Milliarden Euro in Zinspapieren angelegt. 35 Prozent in Staatsanleihen. In Anleihen der Staaten Griechenland, Italien usw.
In Italien liegen nach Angaben der Allianz 6,2 Prozent der gesamten Rentenanlagen – Wert: 25,6 Milliarden Euro. Eine nicht zu unterschätzende Gefahr !!!
Die Allianz erwartet keine Probleme durch ihren riesigen Bestand an italienischen Staatsanleihen. Die Allianz ist der Meinung das die aktuellen Marktverwerfungen total übertrieben sind, ich sehe das anders.
Aber was soll die Allianz auch machen, die Kunden würden bei anders lautenden Meldung die Kunden weglaufen.
Die Allianz meint, Italien werde schon bald wieder eine stabile Regierung haben und Fortschritte machen.
Irgendwie haben wir das auch schon von den Griechen gehört, oder?
Sogar der weltgrößte Kreditversicherer Euler Hermes sieht Italien in einer tiefen Vertrauenskrise. Das sagt doch schon alles...
Italien kann sich nur dann wieder am Markt refinanzieren, wenn das Land „zeitnah eine Regierung aufstellt, der man wieder vertraut“.
Sollte sich die Schuldenkrise auch auf die Banken und Unternehmen dort niederschlagen kann es passieren das ein Unternehmen wie die Unicredit (Italiens größte Bank) nicht mehr refinanziert werden kann. Was das heißen würde können Sie sich bestimmt denken.
Ergebnis für Leute mit Lebensversicherungen sind verherrend...
Lebensversicherer wollen wegen wachsender Geldprobleme künftig weniger Rücklagen an ihre Kunden ausschütten.
Die Allianz und andere Versicherer drängen derzeit bei der Bundesregierung darauf, das das Versicherungsvertragsgesetz geändert werden soll.
Das Gesetz sieht derzeit vor, dass die Institute die Hälfte ihrer stillen Rücklagen an die Kunden auszahlen.
Allerdings nutzen bereits einige Unternehmen, die ich hier nicht nennen möchte, das Geld aus den stillen Reserven dafür, um Kunden ihren vertraglich zugesicherten Garantiezins zu bezahlen. Dies ist nötig, weil die bewährte Finanzierungspraxis aufgrund der anhaltend niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt nicht richtig funktioniert.
In guten Zeiten beschaffen sich Versicherer ihr Geld am Kapitalmarkt und nutzen dieses zur Auszahlung von Garantiezins und Überschussbeteiligung.
Hoffnung stirbt zu letzt, wollen mal hoffen das sich nicht die Inhalte der Lebensversicherungen teilweise in Luft auflösen und die Kunden in die Röhre schauen.
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