Griechenland kämpft gegen die Pleite, aber Geld für 60 Kampfflugzeuge ist noch da.
Montag, 23. Januar 2012

60 nagelneue Kampfjets zum Preis von 4 Milliarden Euro will Athen kaufen, von den Rettungsgeldern der EU.
Es ist unglaublich was für eine Schmierenkomödie sich da abspielt. Für Griechenland gilt ein strikter Sparkurs, um weiterhin Geld von der EU zu erhalten. Sozialleistungen und Löhne wurden gekürzt, Steuern erhöht.
Einige griechische Politiker scheinen den Ernst der Lage offenbar noch immer nicht begriffen zu haben....
Ich bin mal gespannt wie man diesen Plan der Bevölkerung vermitteln will, das wird nicht leicht. Für die Politiker gilt:"Sobald die EU wieder Geld an Griechenland überweise, gebe es „reelle Chancen“ auf neue Rüstungsverträge."
Mit diesen Worten zitiert ein Wirtschaftsreporter der „Zeit“ einen griechischen Rüstungsexperten. In einem Athener Café soll er die unfassbaren Pläne Griechenlands ausgeplaudert haben.
Auf der Einkaufsliste der griechischen Regierung stehen neben den Kampfjets auch Fregatten, Hubschrauber und U-Boote für etliche weitere Milliarden.
Hintergrund: Griechenland ist einer der größten Waffenkäufer Europas.
2010 gab das Land drei Prozent seiner Wirtschaftsleistung für die Rüstung aus. Innerhalb der Nato wurde Griechenland damit nur von den USA übertroffen.
Laut „Zeit“ werden vor allem deutsche und französische Rüstungsunternehmen von den neuen Deals profitieren.
Solche Ausgaben und Meldungen platzt in eine Zeit der großen Unsicherheit. Regierungschef Lucas Papademos kämpft an mehreren Fronten zugleich, um sein Land vor dem Schlimmsten zu bewahren.
Gegen den erbitterten Widerstand der Gewerkschaften muss er ein ehrgeiziges Reformpaket durchsetzen, um an 130 Milliarden Euro Rettungsgelder von EU und IWF zu gelangen.
Griechenland ist und bleibt ein Fass ohne Boden, momentan wird sich nur Zeit gekauft it den Rettungsgeldern.
Weil die Wirtschaft im Sinkflug ist, denkt der Internationale Währungsfonds bereits über noch härtere Auflagen nach. Immer noch zögern die Privatgläubiger noch, ihren Teil zur Rettung beizutragen und Forderungen abzuschreiben.
Die Verhandlungen stocken, für Papademos wird die Zeit knapp. Am 20. März laufen Staatsanleihen im Volumen von 14,5 Milliarden Euro aus.
Wieso hat nicht endlich jemand mal den "Arsch" in der Hose und greift endlich durch. Einfach UNGLAUBLICH.
Ohne Notkredite droht der unkontrollierte Staatsbankrott.
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