Wallstreet sucht seine Richtung
Montag, 26. September 2011
Die Hoffnung auf Fortschritte beim Kampf gegen die Schuldenkrise in der Eurozone sorgt zunächst für Kursgewinne an der Wall Street. Doch dann fallen die Kurse zurück.
An Wall Street ziehen die Kurse im frühen Geschäft etwas an, doch schnell schmelzen die Gewinne wieder zusammen. Der Dow Jones hält sich mit 0,2 Prozent im Plus und tendiert bei 10.797 Zählern. Der S&P-500 verliert dagegen 0,3 Prozent auf 1132 Zähler. Auch für die Tech-Titel geht es abwärts: An der Nasdaq büßt der Composite 0,5 Prozent auf 2470 Punkte ein.
Zum Handelsauftakt hatte die Hoffnung auf Fortschritte beim Kampf gegen die Schuldenkrise in der Eurozone für Kursgewinne gesorgt. Am Markt kursieren zum einen Spekulationen, die Europäische Zentralbank könnte die Banken über Käufe von Pfandbriefen und Hypothekenpapieren stützen. Außerdem setzen einige Anleger darauf, dass die EZB bald die Zinsen senken könnte, um die Konjunktur in der Eurozone anzukurbeln.
Doch enttäuschende Daten vom US-Immobilienmarkt warfen die Indizes zurück. Die Neubauverkäufe sind im August um 2,3 Prozent gefallen, erwartet worden war ein Minus von lediglich einem Prozent.
Dass die Stimmung insgesamt aber noch recht freundlich ist, begründen Händler mit günstigen Vorgagen aus Europa: Dort sind die Kurse nach schwachem Beginn ins Plus gedreht. Andere Händler sprechen von einer technisch getriebenen Erholung. Viele Märkte hätten Ende der vergangenen Woche ihre Jahrestiefs getestet, aber nicht nachhaltig unterschritten. Außerdem seien in dem Rückschlag der vergangenen Woche Risikopositionen deutlich abgebaut worden. Damit sei nun eine Situation eingetreten, in der bereits kleinere Rückkäufe die Kurse nach oben trieben.
"Es ist aber kein Ende des Tretminenfelds in Sicht", so ein Händler mit Blick auf die europäische Schuldenkrise. Sorgen bereiten Börsianern auch die Vorlagen aus Asien, dort waren einige Indizes auf neue Jahrestiefs gefallen.


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