Versicherer von Krise betroffen...
Montag, 24. Oktober 2011
Die deutsche Finanzaufsicht befürchtet eine Ansteckung der Versicherungswirtschaft an der Bankenkrise.
Die Aufsichtsbehörde Bafin habe daher die großen in Deutschland tätigen Versicherer aufgefordert, bis zum 7. November die genaue Höhe ihrer Geldanlagen bei Banken mitzuteilen, berichtet die „Financial Times Deutschland“ unter Berufung auf Versicherungskreise. Die Unternehmen müssten alle Formen der Kapitalanlage bei Geldinstituten beziffern sowie angeben, ob es sich um ungesicherte oder gesicherte Papiere handele.
Im Streit der Euro-Länder über ein Gesamtpaket zur Schuldenkrise ist jetzt der Bundestag am Zug. Vor dem nächsten Gipfel der Staats- und Regierungschefs an diesem Mittwoch in Brüssel muss der Haushaltsausschuss grünes Licht für Pläne zur Stabilisierung der Euro-Zone geben. Nach Angaben aus Koalitionskreisen in Berlin sind Sondersitzungen der Haushaltspolitiker heute oder Dienstag geplant.
Der Bund der Steuerzahler kritisiert Überlegungen der schwarz-gelben Koalition zur Senkung des Solidaritätszuschlags anstelle einer Einkommensteuersenkung. „Die Steuerzahler lassen sich nicht mit halbherzigen Entlastungen abspeisen“, sagte Verbandsvizepräsident Reiner Holznagel der Onlineausgabe „Handelsblatts“. Das Problem der kalten Progression bei der Einkommensteuer dürfe nicht verniedlicht werden.
Der Euro hat sich im fernöstlichen Handel kaum bewegt. Die europäische Einheitswährung notierte nach leichten Anfangsverlusten mit 1,3864 Dollar nahezu unverändert zum späten Handel in New York am Freitag. Nach der Annäherung in Sachen Banken-Rekapitalisierung und Stärkung des Euro-Rettungsschirms EFSF bei Euro-Gipfel in Brüssel, warten die Händler nun auf das nächste Spitzentreffen am Mittwoch, dass konkrete Ergebnisse auch zu Griechenland und einem größeren Schuldenschnitt bringen soll.


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