Börsenbrief Musterdepot / Startsumme 10.000,00 €

Unternehmen Kauf am Kaufkurs Akt. Kurs Perform.
SPECTRAL Capita... 17.05.12 0,50 € 0,53 € 6,00%
Bonifaz Gold Plc. 27.04.12 0,74 € 0,70 € -5,41%
Bisherige Depotentwicklung: 84,48%
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Getätigte Transaktionen

Datum Vorgang Aktie Anzahl Kurs Perform.
17.05.12 Kauf
Kommentar:

Bereits im Newsletter angekündigt.... Fundamentaldaten positiv

Spectral Cap... 4000 0,50 €
27.04.12 Kauf
Kommentar:

Laut Ankündigung...

Bonifaz Gold... 6000 0,74 €
23.04.12 Verkauf
Kommentar:

Gewinnmitnahme

Sargas Capit... 3000 2,44 € 12,96 %
19.04.12 Kauf
Kommentar:

Nachkauf

Sargas Capit... 1000 2,26 €
16.04.12 Verkauf
Kommentar:

Trendumkehr

ProSiebenSat... 300 18,85 € 30,54 %

Musterdepot Erfolgsbeispiele

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Am 13.09.2011 haben wir 1.000 Aktien der Commerzbank AG gekauft. Grund: Positiver kurzfristiger Trend. mehr...

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Salzgitter AG: Lohnt der Einstieg?

Dienstag, 25. November 2008

    Die Aktie des zweitgrößten deutschen Stahlherstellers, der Salzgitter AG ( ISIN DE0006202005; WKN 620200), ist im Laufe des Jahres aufgrund der Finanzmarktkrise stark unter Druck geraten. Musste man im Mai dieses Jahres an der Börse noch über 140 EUR für die Salzgitter-Aktie bezahlen sind es nun lediglich noch 48 EUR. Der Stahlhersteller notiert damit trotz der kürzlich veröffentlichten Rekordzahlen auf einem Niveau, welches man zuletzt Ende 2005 gesehen hatte.

    Dabei wurden in den ersten neun Monaten dieses Jahres bereits 12,30 EUR je Aktie verdient. Weitere Bewertungshighlights sind ein 2008er KGV von knapp 3, sowie liquide Mittel in Höhe von 1,1 Mrd. EUR. Da das Unternehmen darüberhinaus ebenfalls solide finanziert ist, werfen diese Kennzahlen die Frage auf, ob man sich als Börsianer bei diesem Wert nicht langsam auf Schnäppchenjagd begeben sollte.

    Ergebniseinbruch in 2009 wohl nicht zu vermeiden

    Bei aller Euphorie bezüglich des attraktiven Bewertungsniveaus sollte man sich dennoch die Gründe für den massiven Kursverfall vor Augen halten. Der Salzgitter Konzern gehört zwar weder einer besonders kapitalintensiven Branche an, noch ist zu befürchten, dass in der Bilanz von Salzgitter beträchtliche Subprime-Risiken lauern, aber dennoch verspürt der Stahlkonzern durch das Übergreifen der Finanzmarktkrise auf die Realwirtschaft momentan gehörig Gegenwind von konjunktureller Seite. Die sich momentan ausbreitende Rezession hat den Stahlhunger der Welt extrem abgebremst und dafür gesorgt, dass sich die Stahlpreise zunehmend im freien Fall befinden.

    Für die globalen Stahlplayer ist dies eine ungewohnte Situation, war man doch die letzten Jahre durch den Stahlboom, der sich regelmäßig auf der Umsatz- und Ertragsseite positiv wiederspiegelte äußerst erfolgsverwöhnt. Durch die konjunkturelle Vollbremsung bleibt den Stahlkochern nun gar keine andere Wahl als die Produktion zurückzufahren, in der Hoffnung damit den Stahlpreis zu stabilisieren und das Angebot anzupassen.

    Salzgitter hat dieses, wie andere Stahlkonzerne auch, dementsprechend kürzlich dem Finanzmarkt kommuniziert. Durch den fallenden Stahlpreis, sowie dem geringeren Absatz ist für die Salzgitter AG damit in 2009 ein Ergebniseinbruch praktisch vorprogrammiert, welcher sich bereits jetzt im Kursniveau wiederspiegelt. Entscheidend für das Unternehmen wird sein, wie stark der Ergebniseinbruch sein wird, und über welchen Zeitraum sich die nachlassende Stahlnachfrage erstrecken wird.

    Salzgitter geht gut gerüstet in die Krise

    Selbst angesehene Ökonomen sind bezüglich der Dauer der weltweiten Wachstumsdelle momentan uneins. Nichtsdestotrotz sind wir der Meinung, dass es schlagkräftige Argumente dafür gibt, sich die Salzgitter-Aktie auf die Beobachtungsliste zu setzen. Bei der oben angesprochenen attraktiven Bewertung ist ein Ergebniseinbruch entsprechend zu berücksichtigen, letztendlich würde das Bewertungsniveau aber selbst dann wahrscheinlich noch als attraktiv gelten.

    Mit einer Liquidität in Höhe von über einer Milliarde Euro ist Salzgitter zudem wesentlich besser als die Konkurrenz, die teils mit hohen Schulden zu kämpfen hat, für die aufkommende Krise gerüstet. Aufgrund der Schwellenländer wie beispielsweise China oder Indien, welche auf dem Weg zu mehr Wohlstand unausweichlich auf das Produkt Stahl angewiesen sind, sehen wir es als sehr wahrscheinlich an, dass die Stahlnachfrage und damit auch der Stahlpreis nach der Rezession wieder deutlich an Aufwärtsdynamik gewinnen wird.

    Fazit

    Das attraktive Bewertungsniveau der Salzgitter AG ist unserer Ansicht nach bereits jetzt langfristig als Chance zu sehen. Mit etwas Glück besteht die Chance, dass die Salzgitter-Aktie im Bereich um 40 EUR nun an einer erfolgreichen Bodenbildung bastelt. Eine erste Position sollte man unserer Ansicht nach allerdings nicht jetzt nach dem starken Kursanstieg des Marktes aufbauen. Vielmehr bietet es sich an geduldig auf eine Einstiegschance zu warten. Gelegenheiten dazu wird es geben, denn ein allzu positiver Newsflow ist aus der Stahlbranche innerhalb der nächsten Monate sicherlich nicht zu erwarten.

    Ein guter Einstiegszeitpunkt könnten beispielsweise eine Gewinnwarnung oder der schwache Ausblick für das Jahr 2009 seitens eines großen Stahlplayers sein. Auch die Salzgitter AG hat innerhalb der letzten Geschäftszahlen bereits kommuniziert, dass man sich im Zuge des Jahresabschlusses für das Jahr 2008 noch bilanzielle Maßnahmen vorstellen könnte. Dieses dürfte in Form von Abschreibungen auf die Stahllagerbestände, welche noch mit einem höheren Stahlpreis bilanziert sind, nicht unwahrscheinlich sein. Sollten sich innerhalb solcher Sondersituationen interessante Einstiegsgelegenheiten ergeben, werden wir Sie selbstverständlich sofort informieren!

    Salzgitter / Juni 2009

    Salzgitter / Juni 2009 Salzgitter / Juni 2009

    Salzgitter AG / WKN 620200