SCHLECKER ist INSOLVENT
Freitag, 20. Januar 2012
Auch die Sanierung hat Schlecker nicht vor der Pleite retten können...
Mit einer vielzahl von Filialenschließungen und einer Modernisierung der Läden will Schlecker seit geraumer Zeit wieder in die schwarzen Zahlen kommen. Am Ende steht jedoch die Insolvenz.
Die größte deutsche Drogeriekette Schlecker ist pleite. Der Insolvenzantrag werde "kurzfristig" eingereicht, sagte ein Unternehmenssprecher. Ziel sei der Erhalt eines großen Teils des Filialnetzes und damit auch der Arbeitsplätze. Der Geschäftsbetrieb werde unverändert weiterlaufen.
Schlecker schreibt seit Jahren Verluste. Mit einer Massenschließung von Filialen und einer Modernisierung der übrigen Läden will die Kette wieder in die schwarzen Zahlen kommen. Schlecker hatte nach drei Jahren mit Verlusten bereits im November und Dezember 600 seiner ursprünglich knapp 8000 Filialen geschlossen. Laut "Stuttgarter Nachrichten" soll die Zahl der Märkte auf 5000 zurückgehen.
Schlecker-Sprecher Patrick Hacker verwies Anfang der Woche auf ein "Revitalisierungsprogramm", mit dem Schlecker seit dem vergangenen Jahr versuche, den Ertrag weniger rentabler Filialen durch Maßnahmen wie gezielte Werbung oder eine Neuverhandlung der Mieten zu steigern. Dies sei in einigen Fällen auch gelungen, in anderen aber nicht.
Wie viele Filialen insgesamt geschlossen werden sollen, ist demnach noch nicht entschieden. Der Sprecher hob aber hervor, es solle "keinen Rückzug aus der Fläche" oder eine generelle Aufgabe kleinerer Filialen geben. Genaue Zahlen werde das Unternehmen dann mitteilen, wenn die Umstrukturierung abgeschlossen sei. Auch dann werde Schlecker aber immer noch "mehr Filialen haben als sämtliche Wettbewerber zusammen".
Zuletzt hatte Schlecker noch rund 7000 Läden in Deutschland und etwa 3000 weitere in Österreich, Spanien, Frankreich, Italien, Tschechien, Polen und Portugal. Im Wettbewerb hatten die Konkurrenten dm und Rossmann zuletzt aufgeholt. Die Mitarbeiterzahl lag Ende 2011 bei über 30.000 in Deutschland und weiteren rund 17.000 im Ausland.


Verkauf für den Nachkauf von LL Renaissance.