Hamburger Hafen und Logistik AG: Aktie mit Potential
Montag, 05. Januar 2009
Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) befindet sich unserer Meinung nach in einer exzellenten Ausgangsposition, um nach Abklingen der Finanzmarktkrise zu einem der Top-Performer im MDAX aufzusteigen. Grund für unseren Optimismus gegenüber der seit November 2007 börsennotierten HHLA-Gruppe ist vor allem die Tatsache, dass der gesamte Hamburger Hafen bis zum Jahr 2015 dynamisch wachsen wird, so dass die Terminalbetreiber im Hamburger Hafen in Zukunft weiter direkt von einem Anstieg des Welthandels profitieren werden.
Die Abschwächung des weltweiten Wirtschaftswachstums und damit des Welthandels sehen wir dabei wie nahezu alle Experten lediglich als temporäre Erscheinung an, so dass davon auszugehen ist, dass die Konjunktur nach der momentanen Wachstumsdelle langfristig wieder kräftig an Fahrt gewinnen wird.
Geschäftsjahr 2008 verlief höchstwahrscheinlich planmäßig
Im Gegensatz zum Aktienkurs der HHLA, welcher vom Allzeithoch in Höhe von 68,30 EUR auf zuletzt 26 EUR fiel, können sich die Mitte November kommunizierten Neunmonatszahlen noch sehen lassen. Gegenüber dem Vergleichszeitraum in 2007 erhöhte sich der Umsatz um 15,4 Prozent auf ziemlich genau eine Milliarde EUR. Das Ergebniswachstum fiel mit 31,6 Prozent sogar noch positiver aus, so dass man ein EBIT in Höhe von 289 Mio. EUR verzeichnen konnte. Wie derzeit in nahezu allen Branchen üblich sprach das Management allerdings von einer sich zunehmend abschwächenden Geschäftsentwicklung im dritten Quartal.
Für die HHLA ist dabei primär die Entwicklung des Containerumschlags der entscheidende Faktor, da dieser Geschäftsbereich im Jahr 2007 ca. 85 Prozent zum EBIT beigetragen hat. Belief sich die Wachstumsrate des Containerumschlags in den ersten sechs Monaten des Jahres noch auf 7,3 Prozent, ermäßigte sich diese auf Neunmonatssicht auf 4,9 Prozent. Dieser Trend dürfte sich auch im vierten Quartal fortgesetzt haben. Nichtsdestotrotz wurden die bisherigen Ziele für 2008 (Umsatz: 1,3 Mrd. EUR; EBIT: 320 bis 350 Mio. EUR) seitens der HHLA bekräftigt. Wir schließen uns dieser Annahme an, da zur unteren Zielerreichung im vierten Quartal lediglich noch ein Umsatz in Höhe von 295 Mio. EUR und ein EBIT in Höhe von 31,4 Mio. EUR benötigt wurden, was teilweise deutlich unter den bisher bekannten Quartalskennzahlen liegt.
Expansionsstrategie wird sich positiv auswirken
Die entscheidende Basis für die zukünftig positive Entwicklung der Hamburger Hafen und Logistik AG (WKN A0S848; ISIN DE000A0S8488) ist die Expansionsstrategie des Unternehmens im Hafen der Hansestadt Hamburg. Im Jahr 2007 betrug der Containerumschlag des Unternehmens 7,23 Mio. TEU. Das Investitionsprogramm der HHLA sieht bis 2012 eine Aufstockung des Containerumschlags auf rund 12 Mio. TEU vor, was fast einer Verdoppelung entspricht. Aufgrund der Rezession ist davon auszugehen, dass die aggressive Expansionsstrategie etwas abgemildert wird, eine Abkehr von dieser erscheint momentan allerdings unwahrscheinlich.
Identische Signale zu diesem Thema erhält man momentan auch aus der Hamburger Politik. Man bekennt sich dort weiter zum Ausbau des Hamburger Hafens und stockt darüberhinaus die Hafeninvestitionen im Rahmen eines Konjunkturpaketes deutlich auf. In den nächsten vier Jahren stehen nun jeweils 250 Mio. EUR zur Verfügung, was einer Verdoppelung der Investitionen entspricht. Sind Börsianer zurzeit aufgrund öffentlicher Konjunkturprogramme von Aktien wie Hochtief, Bilfinger u. Berger, sowie der Bauer AG begeistert, scheinen selbige bisher kaum registriert zu haben, dass auch die Hamburger Hafen und Logistik AG ein Profiteuer der Infrastrukturinvestitionen sein wird.
Fazit
Die HHLA-Aktie erscheint uns als äußerst attraktiv. Vorrausetzung für eine nachhaltige Aufwärtsbewegung ist zunächst eine Stabilisierung der Konjunktur in 2009. Sollte die Weltkonjunktur in 2010 wieder deutlich an Fahrt gewinnen entsteht hier eine Wachstumsstory, die bisher am Markt von nur wenigen Teilnehmern erkannt wurde. Die von uns erläuterte Expansionsstrategie eröffnet der HHLA die Möglichkeit die Unternehmenskennzahlen kontinuierlich zu verbessern. Diese Kontinuität dürfte die Grundlage für eine solide Aufwärtsentwicklung des Aktienkurses sein.
Das Geschäftsmodell der HHLA ist darüberhinaus leicht verständlich, da die Schlussfolgerung nur sein kann, dass eine wieder anziehende Konjunktur den Welthandel und den Containerumschlag begünstigen wird. Wir könnten uns vorstellen, dass sich die höchstwahrscheinlich wieder verbessernden Konjunkturaussichten, bereits im Laufe des Jahres im Kurs der HHLA-Aktie wiederfinden werden. Interessierte Investoren sollten sich darüberhinaus der momentan erhöhten Volatilität der Aktie bewusst sein.
Da wir der Meinung sind, dass Hafen- und Schifffahrtsaktien eine außergewöhnlich gute Möglichkeit bieten vom kommenden Aufschwung direkt zu profitieren, werden wir Ihnen noch im Januar weitere interessante Unternehmen, wie beispielsweise die deutsche Eurokai (WKN 570653; ISIN DE0005706535) oder den arabischen Hafenbetreiber Dubai Ports (WKN A0M6V0; ISIN AEDFXA0M6V00), zu diesem Thema vorstellen.




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