Einstieg bei diesen Aktien jetzt wagen?
Dienstag, 20. Januar 2009
Der deutsche Aktienindex (DAX) ist erneut schwach in die neue Handelswoche gestartet. Innerhalb der nächsten Tage wird sich zeigen, ob wir erneut die Tiefstände des letzten Jahres testen werden. Unwahrscheinlich ist dieses unserer Meinung nach nicht, da die Börsen schon letzte Woche vom teilweise katastrophalen Zahlenwerk der US-Berichtssaison stark geprägt waren. Nach dem Finanzsektor werden diese Woche nun die Industrieunternehmen berichten. Durch den weltweiten Konjunktureinbruch dürfte auch von dieser Seite wenig Gutes zu berichten sein, so dass der Newsflow für Aktien vorerst negativ bleiben sollte.
Die alles entscheidende Frage kann dementsprechend nur sein: Werden die bisher markierten Tiefpunkte im Dax und Dow dem negativen Newsflow standhalten? Die Chancen und Risiken, die mit dieser Frage verbunden sind, sind enorm. Sollten die Aktienmärkte durch die Unterstützungen durchrauschen, werden wir erneut turbulente Monate erleben und eine Bodenbildung wird weiter auf sich warten lassen. Fangen wir uns hingegen in den nächsten Tagen und Wochen besteht die Chance auf eine Rebound-Bewegung, die zu erheblichen Kursgewinnen bei vielen abgestraften Aktien führen sollte. Interessante Unternehmen, welche wir favorisieren möchten wir nachfolgend kurz vorstellen.
Praktiker-Aktie wurde zu stark abgestraft
Die Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte Holding AG (WKN A0F6MD; ISIN DE000A0F6MD5) ist im MDAX notiert und dürfte vielen Lesern aufgrund des bekannten Werbeslogans „Praktiker-20 Prozent auf alles“ ein Begriff sein. Auf die Aktie gibt es nach dem kürzlich bekanntgegebenen Trading Statement vom 8. Januar sogar noch mehr Prozente. Grund dafür ist, dass die Umsatzentwicklung des Konzerns enttäuschte. Nach vorläufigen Zahlen sank der Nettoumsatz des Gesamtkonzerns gegenüber dem Vorjahr um knapp ein Prozent auf 3,9 Milliarden EUR.
Hierdrauf waren einige Marktteilnehmer anscheinend nicht vorbereitet und schickten die Aktie, die Anfang des Jahres noch bei knapp 8 EUR notierte auf Talfahrt. Praktiker notiert aktuell bei 5,20 EUR. Der Abschlag von 3 EUR ist unserer Meinung nach kurzfristig zu hoch ausgefallen. Mit einer Marktkapitalisierung in Höhe von rund 295 Mio. EUR ist die Aktie unserer Ansicht nach deshalb ein chancenreicher Rebound-Kandidat, sofern sich die Märkte beruhigen.
Hochtief profitiert von den weltweiten Konjunkturprogrammen
Auf die Hochtief AG (WKN 607000; ISIN DE0006070006) hatten wir bereits am 15. Oktober letzten Jahres hingewiesen. Die Aktie notierte damals bei 24 EUR. Den Tiefpunkt hatten wir damals leider um einige Tage verfehlt, der Aktienkurs entwickelte sich in den letzten Monaten allerdings nichtsdestotrotz prächtig bis auf ein Niveau von 35 EUR. Aktuell muss man für eine Hochtief-Aktie nur noch 26 EUR bezahlen. Im Oktober war es die Liquidation eines Großaktionärs, welche uns veranlasste auf den Wert hinzuweisen.
Der jetzige Grund warum wir erneut der Meinung sind, dass man die Hochtief-Aktie genauer beobachten sollte liegt in den zahlreichen Infrastrukturprogrammen der Regierungen mit denen die Konjunktur angeschoben werden soll. Hochtief wird als international tätiger Baukonzern davon insofern profitieren, dass die Folgen der Rezession deutlich abgemildert werden dürften. Dies ist ein eindeutiger Vorteil gegenüber anderen Aktiengesellschaften.
Gerry Weber trotzt der Wirtschaftskrise
Mit der Gerry Weber AG (WKN 330410; ISIN DE0003304101) haben wir darüberhinaus ein weiteres Unternehmen entdeckt, welches uns momentan überzeugt. Laut den kürzlich vorgelegten Zahlen erhöhte sich der Konzernumsatz der Gerry Weber-Gruppe gegenüber dem Vorjahr um 12,4 Prozent auf 570 Mio. EUR. Das EBIT verbesserte sich sogar um 21,3 Prozent auf 62,7 Mio. EUR. Seltenheitswert hat allerdings vor allem der positive Ausblick für die kommenden Geschäftsjahre.
Man will laut Unternehmensangaben nicht nur im laufenden Geschäftsjahr weiter deutlich wachsen, sondern strebt darüberhinaus für den Zeitraum bis 2012 ein jährliches Umsatzwachstum in Höhe von jeweils ca. 15 Prozent an. Die EBIT-Marge soll von zurzeit 11 Prozent auf dann 15 Prozent steigen. Wir sind der Meinung, dass diese beeindruckende Wachstumsstory damit auch in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten weiter intakt ist und die Börse dieses honorieren wird, sowie der Gesamtmarkt sich anfängt zu stabilisieren.
Fazit
Der schlechte Newsflow der vergangenen Tage zeichnet momentan ein düsteres Bild für den deutschen Aktienmarkt. Börsianer sollten dennoch nicht ausschließlich die Risiken wahrnehmen, sondern die aktuelle Krise vielmehr als Chance begreifen, die es langfristig gesehen so schnell nicht wiedergeben wird. Wir können Sie nur aufmuntern am Ball zu bleiben und zusammen mit uns zu beobachten wann die Börsen genau einen Boden finden werden.
Wir sind davon überzeugt, dass nach der Bodenbildung mit Aktien langfristig erneut ein außergewöhnlicher Vermögenszuwachs zu erzielen sein wird. Die von uns vorgestellten drei Aktien sollte man sich dazu auf die Beobachtungsliste setzen. Nichtsdestotrotz berücksichtigen Sie bitte das erhöhte Risiko und den spekulativen Charakter, den Aktieninvestments vor allem dann mitbringen, wenn die Unterstützungszonen durchbrochen werden sollten.








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