Deutsche Biotechaktien im Fokus
Montag, 19. Mai 2008
Aktien von Biotechnologieunternehmen hatten in den letzten Monaten nicht unbedingt die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer für sich gepachtet. Aktuell scheint sich einiges am Markt zu tun, besonders seit das Gerücht kursiert, dass der amerikanische Pharmakonzern Pfizer die deutsche Medigene übernehmen will. Der Kurs der Medigene Aktie reagierte prompt und schoss um über 10% nach oben.
Nichtsdestotrotz darf man vor den Problemen einiger hier in Deutschland börsennotierten Biotechtunternehmen nicht die Augen verschließen. Die Kursreaktionen auf negative Studienergebnisse hatten in der Vergangenheit nicht selten drastische Kurseinbrüche von über 50% an einem Handelstag zur Folge, so geschehen z.B. bei der Paion AG der Jerini AG und auch der GPC Biotech AG , bei der SAP Gründer Dietmar Hopp beteiligt ist.
Wir möchten Ihnen heute hier im Blog mit der Geneart AG (WKN A0JJ4L) ein deutsches Biotechunternehmen vorstellen, welches an der Börse bis jetzt eher ein Schattendasein führt. Das wirklich interessante an dieser Story ist, dass Geneart im Gegensatz zu vielen anderen Biotech Unternehmen schon profitabel arbeitet und somit nicht so stark wie einige der oben genannten „Fallen Angels“ auf den Forschungserfolg bei einzelnen Medikamenten angewiesen ist. Kerngeschäftsfeld der Geneart AG ist die Gensynthese, d.h. die Zusammensetzung und Gestaltung von Genen, so wie es der Kunde individuell für sich wünscht. Nachgefragt werden diese speziell designten Gene hauptsächlich von den großen Pharmafirmen, sowie von wissenschaftlichen Instituten für eigene Forschungszwecke.
Unserer Meinung nach wird die Aktie der Geneart AG aktuell grad von den ersten Marktteilnehmern entdeckt. Für diese Annahme sprechen das zunehmende Handelsvolumen, sowie der steigende Aktienkurs. Letzten Montag lief zudem die Adhoc über eine Kooperationsvereinbarung mit der wesentlich bekannteren Qiagen AG über die Nachrichtenticker. Darüberhinaus ist seit Mitte April der lange anhaltende Abwärtstrend nun nach oben durchbrochen, so dass die Aktie auch aus charttechnischer Sicht attraktiv erscheint. Ich möchte an dieser Stelle trotzdem noch einmal ausdrücklich auf den besonders spekulativen Charakter von Biotechaktien hinweisen. Desweiteren erscheint es uns wichtig hervorzuheben, dass die Aktie recht markteng ist und dementsprechend sensibel auf größere Kauf oder Verkaufsaufträge reagieren kann.


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