DAX wird schwach starten, schlechte Vorgaben
Dienstag, 18. Oktober 2011
Zum Handelsstart am Dienstag rechnen wir am deutschen Aktienmarkt mit einem leichten Minus: Vorschnelle Hoffnungen auf eine zügige Lösung der Schuldenkrise verblassen. Die Anleger müssen sich mit einem ganzen Bündel an Unternehmenszahlen befassen. Am Vormittag könnte der ZEW-Index dem Markt eine neue Richtung geben.
Aussagen aus den Reihen der Bundesregierung zum anstehenden Euro-Gipfel haben die Hoffnungen auf eine rasche Lösung der Schuldenkrise gedämpft. Zusammen mit negativen Vorgaben aus den USA und Asien dürfte das den Dax Beobachtern zufolge zur Eröffnung belasten. Banken und Broker rechnen beim deutschen Leitindex mit einem Abschlag von rund 1 Prozent, nachdem er zu Wochenbeginn 1,8 Prozent auf 5859 Punkte nachgegeben hatte.
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hatte gesagt, dass es beim EU-Gipfel am Sonntag keine "endgültige Lösung" für die Euro-Schuldenkrise geben werde. Das hatte die Abwärtsbewegung ausgelöst und laut Händlern auch an der Wall Street und in Fernost für Verkäufe gesorgt. Daneben belasteten enttäuschend ausgefallene US-Konjunkturdaten und die Warnung der Ratingagentur Moody's vor einer Herabstufung der Bonität Frankreichs die Stimmung.


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