DAX stabilisiert sich
Freitag, 23. September 2011
Mit einer Erholungsbewegung an den deutschen Aktienmärkten kann heute gerechnet werden. Darauf deuten Stabilisierungstendenzen bei den Rohstoffen, im Euro und an der australischen Börse hin. Allerdings sei zu befürchten, dass eine mögliche Erholung schnell wieder dazu genutzt werde, Positionen abzubauen, hieß es. Am großen Bilde habe sich nichts geändert, die Staatsschuldenkrise und die damit einhergehende Verschlechterung der globalen Wirtschaftslage haben die Börsen fest im Griff. Eine hohe Volatilität dürfte den Dax ins Wochenende begleiten.
Mit Überraschung wurden die Aussagen des niederländischen Notenbank-Präsidenten Klaas Knot aufgenommen. Dieser schließt laut einem Artikel im "Het Financieele Dagblad" einen Zahlungsausfall Griechenlands nicht mehr aus. "Er ist der erste aus dem EZB-Umfeld, der einen solchen Schritt so klar ausspricht", so ein Händler. Die Auswirkungen auf den Euro dürften allerdings begrenzt ausfallen, da am Devisenmarkt ein möglicher Austritt Griechenlands optional bereits durchgespielt wurde.
"Spannend wird sein, wie die Troika und der IWF auf diese Aussagen reagieren", so ein Marktteilnehmer. Zum einen dürften die Aussagen von Knot auch von den Vertretern der Europäischen Zentralbank, des IWF wie auch der Europäischen Kommission vernommen werden und damit das Ergebnis des Besuchs in Athen in der kommenden Woche mit beeinflussen. Zum anderen dürfte der IWF sich an der Auszahlung der nächsten Tranche nicht beteiligen, wenn es bereits aus der EZB Stimmen gebe, die einen Ausfall Griechenlands nicht ausschlössen.


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